Ist mein Schreiben gefüllt,
mit Sinn?
Was schreibe ich hier hin?
Ist es was ich gefühlt,
oder was ich fühlen wollte?
Ist es echt,
was ich hier biete,
sind es meine Gedanken,
oder denk‘ ich sie nur zur Miete?
Wie soll ich schreiben,
wenn mein Geist,
und mein Kopf geplagt,
und gejagt,
vor sich selbst flüchten wollen?
Wo fließen meine Gedanken hin,
wenn es kein Fluss,
sondern ein Kanal,
geschaffen nach einem Bild,
nicht aus Zeit und Liebe,
aus Druck und Verlangen.
Etwas bedeuten soll es,
begeistern,
zum Lachen und Weinen,
Denken und Vergessen anregen;
Im Allgemeinen,
einfach was bewegen.
Verdichten, dichten, Gedicht,
mein Ziel ist also,
einen Komplex,
zu formen,
ihn zu falten und schleifen,
bis er einfach und gut verdaulich,
auf dem Papiere liegt,
und,
verspeist werden kann.
Wie ein Koch,
soll ich Zutat für Zutat,
Gedanken für Gefühl,
eine Suppe rühren,
die am Ende gern gegessen wird,
weil deren Rezept keiner lesen will
Ist das Gedicht,
der Sachtext des Faulen?
Oder steckt mehr hinter dem Verdichten,
dass es zu entpacken gilt?
Schreibe ich mit zweierlei Zeile?
Hast du erkannt, was ich eigentlich sagen will?
Ist all das eine Metapher?
Ist vielleicht das ganze Leben die Metapher?
Müssen wir nur verstehen, was es eigentlich meint,
um dann, …, was?!
Haben wir das Leben einmal verstanden,
sterben wir.
Oder nicht?
Wozu leben, wenn man weiß, wozu?
Ist nicht genau das das Ziel,
das Ziel zu finden, ohne es zu kennen?
Von wegen, der Weg ist das Ziel,
Kein Mensch kennt das Ziel.
Erst im Tode,
wenn alles vorbei,
erst im Bette,
wenn alles verblasst,
Dann wird man sehen,
was all die Jahre sein Ziel war.
Hier und jetzt.
Der Tod. Das Ende. Das Ziel.
Keiner weiß, was nach dem Ziel kommt.
Proviant haben wir nur für die Hinreise eingepackt.
Alle hoffen einfach,
dort oben auf dem Gipfel,
steht eine Hütte, mit Kamin und warmem Essen.
Was aber,
wenn da keine Hütte steht?
Was wenn auf dem Gipfel,
einfach nur Schnee liegt,
eiskalter, weiser, einsamer Schnee.
Du siehst vielleicht noch das grüne Tal,
wo du einst durch bunte Blumen gesprungen,
den flachen Wanderweg am Fuß des Berges,
die steiler werdenden Pfade,
die Absprünge und Klippen, die du überwunden.
All das im Glauben, hier stünde eine Hütte.
Tut sie aber nicht.
Du bist nicht allein,
hier oben sind alle gleich,
alle frieren,
alle hatten eine Hütter erwartet,
und alle hatte das Eis erwartet.
Jetzt weißt du,
was dein Ziel, der Sinn deines Lebens ist.
Worauf du hingearbeitet hast.
Wohin dich all dein Handeln geführt hat.
In bittere Kälte,
In einer Gruppe und doch einsam,
völlig allein in deinem Geist,
völlig kalt in deinem Leib.
Und wie ein eisig Feuer
blickt dich die Kälte an,
fragt dich wortlos,
was dich hierhergeführt,
Wo du herkommst, wer dir begegnet.
Jetzt wo du mit der Kälte sprichst,
wird dir warm ums Herz,
dein Körper friert ein,
dein Leib erstarrt,
dein Herz, dein Geist aber,
fängt neues Feuer,
brennt aus deinem alten,
kalten,
Leibe heraus
und schwebt empor,
gen Freiheit.
Er ist nun frei,
von Leid und Schmerz,
von Freud‘ und Glück.
Wer weiß, wo diese neue Reise ihr Ziel hat,
wer dir begegnen wird,
wo du langkommst.
Nur eins ist sicher,
jetzt bist du frei,
keinen Körper an dich gebunden,
Du an keinen Leib.
Doch ist es,
sicher?